Dozent*innenliste

Laura Jean Hassler
- Direktorin Musicians without Borders -

wurde in New York geboren, wo sie auch aufwuchs. Schon von früh an war sie für Bürgerrechte und Friedensbewegung in den entsprechenden Bewegungen aktiv. Nach einem Studium der Kulturanthropologie und der Musik arbeitete sie für Organisationen des Sozialen Wandels in den USA und Europa. Nachdem sie 1977 in die Niederlande gezogen war, entwickelt sich ihre Karriere im Bereich Musik. 1999 mobilisierte sie ein großes Netzwerk von sozialbewussten Musikern, um Musicians without Borders zu gründen. Heutzutage arbeitet sie nach wie vor daran, dieses sich immer weiter ausdehnende Netzwerk zu vergrößern, das inzwischen als eines der weltweit an vorderster Stelle arbeitenden Netzwerke für den Einsatz von Musik als brückenbildendem Element ist. Es basiert auf der Überzeugung, dass Musik Gräben überbrückt, Gemeinschaft baut und Kriegswunden heilt.

Laura Hassler was born and raised in New York. From an early age, she was active in US civil rights and peace movements. She studied cultural anthropology and music, then worked for social change organizations in the US and Europe. After moving to the Netherlands in 1977, she built a career in music. In 1999, Laura mobilized a large network of socially conscious musicians to found Musicians without Borders. Today, still drawing on this ever-broadening network, Musicians without Borders is one of the world’s pioneers in using music to bridge divides, build community and heal the wounds of war.



Prof. Frank Haunschild
- Gitarre -
ist einer der führenden Jazzpädagogen Deutschlands und hat sich als Autor von Fachbüchern für Harmonielehre und Gitarre einen Namen gemacht. Er ist Professor für Jazzgitarre an der Hochschule für Musik Köln und international auf Workshops als Dozent für Improvisation, Ensemblespiel und Gitarre tätig. Außerdem hat er diverse CDs veröffentlicht und gibt regelmäßig Konzerte mit international bekannten Jazzmusikern. Hier geht es zur Homepage von Frank Haunschild.


Bassem Hawar
- Djoze, interkulturelles Ensemblespiel -
studierte am Konservatorium in Bagdad irakische und orientalische Musik mit Hauptfach Djoze. An der Universität studierte er außerdem Geige und Musikwissenschaft.Mehrere Jahre lang unterrichtete er am Konservatorium und an der Musikschule in Bagdad Djoze, Geige und Musiktheorie. Er spielte in verschiedenen, dem Kulturministerium unterstellten Formationen, wie Al Bayariq, Al Nahar al Jadid, Babel und dem staatlichen Sinfonieorchester. Zusammen mit seinem Bruder Saad Mahmood gründete er die Gruppe Melodic. Bassem baut seine Instrumente selbst. Er entwickelte die Djoze weiter, so dass sie alle Formen arabischer und europäischer Musik spielen kann und nicht auf ihren traditionellen Bereich, den irakischen Maqam begrenzt bleibt. Nach seinem Entwurf werden heute Instrumente als „Bassems Djoze“ gebaut.
Bassem lebt seit 2000 in Deutschland und hat sich in der freien Musikszene etabliert. Sein erstes Projekt in Europa war die Zusammenarbeit mit der niederländischen Jazzformation Yuri Honing Trio. Er ist Mitbegründer der Ensembles Lagash, Ahoar und Sidare, mit denen er in zahlreichen europäischen und einigen asiatischen Ländern konzertierte. Ahoar gewann 2006 den 1. Preis beim Landeswettbewerb Creole NRW und im folgenden Jahr den Bundeswettbewerb des Weltmusikpreises.
Bassem spielt aktuell in zahlreichen Gruppen unterschiedlichster Musikrichtungen von klassisch irakischem Maqam (Duo Melodic, Mesopotamiens) über europäische mittelalterliche Musik (Sanstierce, La Beltatz) bis hin zu Flamenco (Trio Ziryab), neuer Musik und experimentellem Jazz (Crossover Bagdad Köln). Auch bei solistischen Auftritten in verschiedenen Projektensembles kann man seine Virtuosität bewundern. Bassem Hawar ist Preisträger des WDR Jazzpreises 2020 in der Kategorie Musikkulturen. 



Anna-Maria Hefele
- Gesang -

Obertonsängerin, Stimmkünstlerin und Sängerin. Seit 2005 beschäftigt sie sich intensiv mit dem Obertongesang, erste Kompositionen für Obertonstimme solo entstanden ab 2006. Anna-Maria ist Obertonsolistin in verschiedenen Ensembles, wie „Supersonus- The European Resonance Ensemble“, „The Lady & The Cat“ und im „Kammerchor I Vocalisti“. Als Musikpädagogin leitet sie Workshops für Obertongesang, Jodeln und Stimmimprovisation.



Dr. Manfred Heidler
- Musikgeschichte -

trat nach seiner Berufsausbildung als Drucker 1979 in den Militärmusikdienst der Bundeswehr ein. Er studierte an den Musikhochschulen Düsseldorf, Detmold und Trossingen (Tenorhorn / Posaune, Instrumentalpädagogik und Dirigieren).
Nach Abschluss seiner Ausbildung war er als Ausbildungsoffizier und Fachlehrer für Tenorblechblasinstrumente beim Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr in Hilden eingesetzt. Von 1999 bis 2007 war er zunächst Musikdienstoffizier und dann nach seiner Übernahme zum Musikoffizier Chef des Luftwaffenmusikkorps 2 in Karlsruhe. Ab 1994 studierte er Musikwissenschaft, Erziehungswissenschaft und Psychologie an den Universitäten Heidelberg und Düsseldorf, sowie an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. 2004 promovierte Manfred Heidler mit seiner Dissertation Musik in der Bundeswehr. Musikalische Bewährung zwischen Aufgabe und künstlerischem Anspruch, die mit dem Ehrenpreis der IGEB ausgezeichnet wurde.
Seit September 2007 ist Major Dr. Manfred Heidler Mitarbeiter im Dezernat Militärmusik / Zentrum Militärmusik der Bundeswehr im Streitkräfteamt in Bonn. Außerdem ist er seit dem Wintersemester 2007/08 Lehrbeauftragter am Musikwissenschaftlichen Institut der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf.
Neben seinen wissenschaftlich-administrativen Tätigkeiten ist er nach wie vor auch musikalisch aktiv, indem er wiederholt als Dirigent, Dozent und auch als Tenorsolist sich engagiert und war in dieser Eigenschaft wiederholt Gast in den USA, England, Österreich, Finnland, Schweden, Norwegen, Ungarn und der Schweiz. Ebenso ist er Verfasser zahlreicher Artikel zur Instrumental-, Militär- und Blasmusikgeschichte.



 
Maxi Heinicke
- Musikpädagogik / Violine, Mallets -

studierte Schulmusik an der Universität der Künste Berlin sowie Rehabilitationswissenschaften an der Humboldt Universität Berlin und hat eine Zusatzqualifikation zur EMP (Elementaren Musikpädagogik) an der Hochschule für Musik Hanns Eisler abgeschlossen. Als Musikerin (Violine, Mallets) spielt sie in verschiedenen Formationen und ist als Studiomusikerin für internationale Produktionen und Künstler wie Gentleman, die Ohrbooten, Johann Kolstrup oder Squire tätig. Als Musikpädagogin arbeitete sie beim Theaterprokjekt aufBruch fünf Jahre in der JVA Berlin-Tegel und Berlin-Plötzensee. Aktuell leitet sie die Didaktische Abteilung der Westerland Musikschule Berlin und das Musikprojekt Inter:BEAT e.V. für geflüchtete Kinder und Jugendliche. Sie gibt Workshops für Lehrer/innen und Manager/innen in Deutschland, Österreich, Italien und Indien. Für die Bertelsmann Stiftung arbeitet sie als Dozentin im Projekt Musik, Sprache, Teilhabe und leitet die Mobile Musikwerkstatt Berlin.



Jana Maria Heinz
- Musik und Technologie -

Jana Maria Heinz studierte Klavier, systematische Musikwissenschaft, Musiktherapie in Neurorehabilitation (M.A.) und absolviert aktuell den Masterstudiengang Musikproduktion an der HfMT Köln. An der Universität zu Köln untersuchte sie musikspezifische Programmiersprachen und erkannte deren Potential für interdisziplinäre Bildung. So führt sie bereits seit 2015 Sonic Pi Workshops durch und ist im direkten Kontakt mit dessen Erfinder Sam Aaron an der Weiterentwicklung der Programmiersprache beteiligt. Sie arbeitet jedoch auch in anderen Entwicklungsumgebungen wie Super Collider, Max/MSP oder Pure Data. Als eine der drei Gründer von "Das Klanginstitut" möchte Jana einen konstruktiven Beitrag zur Inklusion und Reform des Bildungssystems leisten und den Zugang zum aktiven Musizieren allen Menschen ermöglichen. Parallel arbeitet sie als Produzentin und Komponistin in verschiedenen Musikprojekten und entwickelt ein System, welches mit verschiedenen Aktuatoren experimentelle Klangerzeugung mit Klavieren ermöglicht.